

Instandhaltung & Lebenszykluskosten (LCC)
In der Bahnindustrie spielen Instandhaltung und Lebenszykluskosten (LCC) eine entscheidende Rolle bei der Planung, Entwicklung und Betrieb von Schienenverkehrssystemen.
-
Anschaffung und Entwicklung: Bei der Einführung neuer Schienenfahrzeuge oder der Modernisierung bestehender Flotten fallen erhebliche Kosten für Konzeption, Design, Beschaffung von Materialien und Fertigung an. Die Berücksichtigung der LCC hilft dabei, die besten Entscheidungen bei der Auswahl von Materialien und Technologien zu treffen, um die Wartung und Betriebskosten über die Nutzungsdauer zu minimieren.
-
Betrieb und Wartung: Die Betriebskosten für Schienenfahrzeuge sind erheblich, einschließlich Energieverbrauch, Wartung, Reparaturen und Personalkosten. Durch die Implementierung eines effektiven Wartungsmanagements können diese Kosten optimiert und die Lebensdauer der Fahrzeuge verlängert werden.
-
Nutzungsdauer: Schienenfahrzeuge haben eine lange Lebensdauer, die oft mehrere Jahrzehnte beträgt. Die Berechnung der LCC ermöglicht es, die langfristigen Kosten und Risiken zu berücksichtigen, einschließlich der Notwendigkeit von Ersatzteilen und Upgrades im Laufe der Zeit.
-
Entsorgung: Am Ende ihrer Lebensdauer müssen Schienenfahrzeuge sicher entsorgt oder recycelt werden. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Kostenkalkulation, um Umweltauswirkungen zu minimieren und gesetzliche Vorschriften einzuhalten.
-
Nachhaltigkeit: Die Bahnindustrie hat ein wachsendes Interesse an der Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks. Die Berücksichtigung von LCC trägt zur Auswahl von umweltfreundlichen Technologien und Materialien bei, die langfristig kosteneffizienter sein können.
Instandhaltungskosten
am Beispiel Fahrgasteinstiegstüren
-
Über die Ausfallraten des Türantriebs, -steuerung lassen sich die korrektiven Instandhaltungskosten prognostizieren, wenn die Ersatzteilpreise und die Personalaufwendungen bekannt sind.
-
Ausgehend von den "technischen Intervallen", die auch aufgrund von Sicherheitsanforderungen resultieren können (z. B. Sicherheits-check alle 6 Monate), werden die Betreiberintervalle festgelegt. In den Revisionen werden alle 10 bzw. 15 Jahre Komponenten überholt oder getauscht (z. B. Türdichtung, Schiebemotor, Endlagenschalter). Diese Aufwendungen sind die präventiven Instandhaltungskosten.
-
Über die Vielfachheit des Systems im Fahrzeug ergeben sich zusammenfassend die LCC für das betrachtete Beispiel.
-
Hiermit wird deutlich, dass ein Zusammenhang zur Zuverlässigkeit, den Instandhaltungsintervallen und Ersatzteilpreisen besteht.

UNSERE
DIENSTLEISTUNGEN
-
Erstellung von Anforderungsspezifikationen für Instandhaltungsanalysen
-
Lieferantenauswahl für Hersteller und Betreiber.
-
Unterstützung von Lieferanten zur Umsetzung der Anforderungen von Herstellern und Betreibern.
-
PM/(CM)-Analysen.
-
Hilfestellung bei der Festlegung von technischen Instandhaltungs-intervallen, Optimierung von Betreiberintervallen.
-
IH-Optimierung bestehender Fahrzeuge.
SCHWERPUNKT
Die Verfahren zur LCC-Analyse sind komplex und sensibel hinsichtlich fehlender oder unrealistischer Eingangsdaten. Unser Wettbewerbsvorteil liegt ganz klar in der Erfahrung im Umgang mit Lieferanten ("eine unvollständige Analyse kann nicht das Ziel sein").

LCC-ANALYSE
LCC-Analysen helfen bei der genauen Kalkulation der Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer eines Schienenverkehrssystems und unterstützt die Entscheidungsfindung bei der Auswahl von Technologien, Systemen / Komponenten und Lieferanten. Durch die Optimierung der Lebenszykluskosten können Unternehmen und Betreiber den ökologischen Fußabdruck ihrer Schienenverkehrssysteme reduzieren.
LÖSUNGEN
Die Lösungen bestehen in der Instandhaltungsstrategie. Dies ist ein strukturierter Ansatz zur Verwaltung und Organisation der Instandhaltungsaktivitäten in einem Unternehmen oder einer Organisation. Sie legt fest, wie die Instandhaltung von Fahrzeugen und Systemen und anderen betrieblichen Ressourcen geplant, durchgeführt und überwacht wird. Die Wahl der richtigen Instandhaltungsstrategie ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Leistung dieser Ressourcen sicherzustellen, während gleichzeitig die Instandhaltungs-kosten minimiert werden. Es gibt verschiedene Arten von Lösungen oder Instandhaltungs-strategien, die je nach den spezifischen Anforderungen und Zielen einer Organisation angewendet werden können. Zu den häufigsten Instandhaltungsstrategien gehören:
Präventive IH
Betreiber führen regelmäßige Wartungs-arbeiten an ihren Schienenfahrzeugen, Gleisen, Signalen, Weichen und anderen Infrastrukturkomponenten durch, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb des Schienenverkehrsnetzes sicherzustellen. Die regelmäßige Wartung umfasst verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten. Dazu gehören wiederkehrende Inspektionen sowie Revisionen.
Zustandsbasierte IH
Bei dieser Strategie werden fort-schrittliche Technologien wie Sensoren und Datenanalyse eingesetzt, um den Zustand von Anlagen in Echtzeit zu überwachen. Dies steht im Gegensatz zur zeit- oder kilometerbasierten Instandhaltung, bei der Wartungs-arbeiten nach festen Zeitintervallen oder zurückgelegten Kilometern durchgeführt werden, unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Anlagen.
Risikobasierte IH
Die risikobasierte Instandhaltung ist eine fortschrittliche Methode, die darauf abzielt, Wartungsmaßnahmen auf der Grundlage des tatsächlichen Risikos für den sicheren und zuverlässigen Betrieb zu planen und durchzuführen. Diese Methode berücksichtigt, dass nicht alle Komponenten gleich häufig oder gleich intensiv gewartet werden müssen, sondern dass das Risiko von Störungen oder Gefährdungen unterschiedlich ist.